Rechtsanwalt in Halle an der Saale

Zivilrecht und Nachbarrecht, Beratung und Vertretung

Streit mit dem Nachbarn, offene Forderungen, Verträge und Schadenersatz. Ich sage Ihnen, was Ihr Anspruch wert ist und welcher Weg sich wirtschaftlich lohnt.

Seit 1995eigene Kanzlei in Halle
Fachanwaltfür Miet- und Wohnungseigentumsrecht
MediatorAusbildung 2001 bis 2002
Reilstraße 87im Norden von Halle, gut erreichbar
Worum es geht

Nicht jeder Anspruch lohnt den Weg vor Gericht

Im Zivilrecht ist die erste Frage selten, ob jemand im Recht ist. Die erste Frage ist, ob sich das Recht durchsetzen lässt und was es kostet.

Eine Forderung gegen jemanden, bei dem nichts zu holen ist, bleibt auch mit Urteil eine Forderung. Ein Nachbarstreit, der vor Gericht gewonnen wird, geht am nächsten Tag im Treppenhaus weiter. Deshalb beginne ich mit einer nüchternen Einschätzung der Lage und erst danach mit dem Verfahren.

Ich bearbeite das allgemeine Zivilrecht in seiner ganzen Breite, mit Schwerpunkt auf dem, was rund um Immobilien und Nachbarschaft entsteht. Als ausgebildeter Mediator kenne ich dabei auch die Wege, die ohne Urteil auskommen.

Rechtsberatung mit Waage, Richterhammer und Vertrag
Leistungen

Womit ich Sie im Zivilrecht unterstütze

Nachbarrecht

Grenzabstand, Überbau, Überhang, Lärm und Immissionen. Ich kläre, was zu dulden ist und was sich abwehren lässt.

Verträge

Kauf, Werkvertrag, Dienstleistung. Prüfung vor dem Abschluss und Durchsetzung, wenn die Gegenseite nicht liefert.

Schadenersatz

Wer haftet, in welcher Höhe und wofür. Auch die Frage, ob eine Versicherung einzutreten hat.

Forderungen

Mahnverfahren, Klage und Vollstreckung. Ich begleite den Weg von der ersten Zahlungsaufforderung bis zum Titel.

Verjährung

Die meisten Ansprüche verjähren in drei Jahren zum Jahresende. Wer zu lange wartet, verliert sie endgültig.

Mediation

Nicht jeder Streit gehört vor Gericht. Als ausgebildeter Mediator suche ich zuerst den Weg, der die Beziehung erhält.

Vom ersten Schreiben bis zur Vollstreckung

Die meisten Auseinandersetzungen lassen sich früh beenden, wenn der Anspruch klar benannt und belegt ist. Wo das nicht gelingt, führe ich das Verfahren bis zum Ende.

  • Prüfung von Ansprüchen und Verjährung
  • Außergerichtliche Aufforderung und Fristsetzung
  • Mahnverfahren und Klage
  • Zwangsvollstreckung und Vermögensauskunft
  • Mediation als Alternative zum Verfahren

Was in Ihrem Fall erfolgversprechend ist, sage ich Ihnen nach dem ersten Blick in die Unterlagen offen, auch dann, wenn die Antwort unbequem ist.

Schreibtisch mit Justitia-Figur, Laptop und Unterlagen
Nachbarrecht

Wo die Grenze zwischen Dulden und Abwehren verläuft

Nachbarn müssen einiges hinnehmen. Abwehrbar ist eine Beeinträchtigung erst, wenn sie wesentlich ist und an diesem Ort nicht üblich. Beides wird nach objektiven Maßstäben beurteilt, nicht nach dem eigenen Empfinden, und genau daran scheitern viele Auseinandersetzungen.

Dulden oder abwehrenDie Antwort hängt an Ortsbrauch und WesentlichkeitIn aller Regel zu duldenNormale Wohn- und HaushaltsgeräuscheKinderlärm im üblichen RahmenGartenarbeit zu den zulässigen ZeitenLaub und Nadeln in ortsüblichem UmfangGeruch aus üblicher NutzungHäufig abwehrbarÜberbau und überragende ÄsteGrenzabstand unterschrittener PflanzenDauerhafte Ruhestörung zur NachtzeitAblaufendes Wasser auf das GrundstückBauliche Veränderung ohne GenehmigungWas ortsüblich ist, entscheidet sich nach der Lage, nicht nach dem Empfinden.Dulden oder abwehrenOrtsbrauch und Wesentlichkeit entscheidenIn aller Regel zu duldenÜbliche WohngeräuscheKinderlärmGartenarbeit zur ZeitLaub und NadelnÜblicher GeruchHäufig abwehrbarÜberbau und ÄsteZu geringer GrenzabstandRuhestörung nachtsAblaufendes WasserBau ohne GenehmigungOrtsüblich richtet sich nach der Lage.
Nicht jede Störung ist abwehrbar. Entscheidend ist, ob sie wesentlich ist und ob sie an diesem Ort üblich ist. Beides wird nach objektiven Maßstäben beurteilt, nicht nach dem eigenen Empfinden.

Was Sie vorher tun sollten

Führen Sie Aufzeichnungen. Wann hat die Störung begonnen, wie lange dauerte sie, wie oft kam sie vor. Ohne diese Grundlage lässt sich weder außergerichtlich noch vor Gericht etwas erreichen. Fotos und Zeugen helfen, ersetzen die Aufzeichnung aber nicht.

Bei Pflanzen gelten eigene Regeln. Für den Abstand zur Grenze kommt es auf die Landesvorschriften an, und der Anspruch auf Rückschnitt verjährt. Wer jahrelang zusieht, kann ihn verlieren, auch wenn der Abstand nie eingehalten wurde.

Durchsetzung

Vier Wege und was sie kosten

Eine Forderung durchzusetzen ist kein einzelner Schritt, sondern eine Reihe von Stufen. Jede kostet mehr als die vorige, und nicht jede lohnt sich in jedem Fall.

Vier Stufen der DurchsetzungJede Stufe kostet mehr als die vorigeSchritt 1AußergerichtlichAnspruch benennen, Fristsetzen, Belege vorlegenSchritt 2SchlichtungIn manchen Fällen vorder Klage vorgeschriebenSchritt 3MahnbescheidSchnell und günstig,unterbricht dieVerjährungSchritt 4Klage und TitelDanach Vollstreckung durchden GerichtsvollzieherWelche Stufe sich lohnt, hängt an der Höhe der Forderung und an der Zahlungsfähigkeit der Gegenseite.Vier Stufen der DurchsetzungJede Stufe kostet mehr als die vorige1. AußergerichtlichAnspruch benennen, Frist setzen,Belege vorlegen2. SchlichtungIn manchen Fällen vor der Klagevorgeschrieben3. MahnbescheidSchnell und günstig, unterbrichtdie Verjährung4. Klage und TitelDanach Vollstreckung durch denGerichtsvollzieherWelche Stufe sich lohnt, hängt anHöhe und Zahlungsfähigkeit.
Der kurze Weg ist selten der billigste. Wer gleich klagt, zahlt vor, und wer zu lange wartet, verliert den Anspruch an die Verjährung.

Die Verjährung im Blick behalten

Die regelmäßige Verjährung beträgt drei Jahre und beginnt am Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und Sie von den Umständen erfahren haben. Zum Jahresende laufen deshalb regelmäßig Fristen ab. Ein Mahnbescheid hemmt die Verjährung und ist in solchen Fällen oft der schnellste Weg, Zeit zu gewinnen.

Steht fest, dass die Gegenseite nicht zahlen kann, ändert ein Titel daran nichts. Er wirkt allerdings dreißig Jahre, sodass spätere Vollstreckung möglich bleibt. Ob sich der Aufwand lohnt, ist eine wirtschaftliche Frage, und ich beantworte sie vorher und nicht hinterher.

Mediation

Wenn ein Urteil den Streit nicht beendet

Ein Gerichtsverfahren entscheidet, wer Recht hat. Es stellt selten wieder her, was zwischen den Beteiligten beschädigt wurde. Überall dort, wo Menschen weiter nebeneinander wohnen, arbeiten oder wirtschaften, ist das ein echter Nachteil.

Wie eine Mediation abläuft

In der Mediation entscheide ich nicht, sondern führe beide Seiten durch das Gespräch. Zuerst wird festgehalten, worum es tatsächlich geht, danach werden die Interessen dahinter sichtbar gemacht, und zum Schluss werden Lösungen gesucht, die beide Seiten tragen können. Das Ergebnis wird schriftlich festgehalten.

Ich habe die Ausbildung zum Mediator in den Jahren 2001 bis 2002 abgeschlossen. In geeigneten Fällen schlage ich diesen Weg vor, bevor ein Verfahren beginnt. Geeignet sind vor allem Nachbarschaft, Familie, Erbengemeinschaften und laufende Geschäftsbeziehungen.

Waage der Justiz in einem Sitzungssaal
Verträge

Wenn die Gegenseite nicht liefert

Beim Kauf, beim Handwerkervertrag und bei Dienstleistungen gilt dieselbe Reihenfolge. Zuerst ist der Mangel oder die ausbleibende Leistung genau zu benennen, danach ist eine angemessene Frist zu setzen. Erst wenn diese Frist ungenutzt verstreicht, entstehen die weiteren Rechte.

Die Reihenfolge der Rechte

Wer zu früh mindert, zurücktritt oder Schadenersatz verlangt, verliert diese Rechte häufig wieder. Zuerst steht die Nacherfüllung, also Reparatur oder Neulieferung. Erst danach kommen Rücktritt, Minderung und Schadenersatz in Betracht. Diese Reihenfolge wird oft übersprungen, und genau daran scheitern ansonsten berechtigte Ansprüche.

Beweise sichern

Dokumentieren Sie den Zustand, bevor etwas verändert wird. Bei Bauleistungen kann ein selbständiges Beweisverfahren sinnvoll sein, das den Zustand gerichtlich feststellt, bevor nachgebessert oder weitergebaut wird. Wer zuerst repariert und danach streitet, steht regelmäßig ohne Beweis da.

Ablauf

So läuft die Zusammenarbeit

Einschätzung

Sie schildern mir den Fall und legen die Unterlagen vor. Ich sage Ihnen, wie die Lage ist, welche Frist läuft und was ein Verfahren kosten würde.

Außergerichtlich

Anspruch benennen, Frist setzen, Belege vorlegen. Viele Auseinandersetzungen enden an dieser Stelle, weil die Lage danach klar ist.

Verfahren

Bleibt es streitig, führe ich das Mahnverfahren oder die Klage und begleite Sie bis zur Vollstreckung.

Was die Vertretung kostet

Die Gebühren richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz und nach dem Gegenstandswert. Was auf Sie zukommt, sage ich Ihnen vorab. Besteht eine Rechtsschutzversicherung, stelle ich die Deckungsanfrage, bevor Kosten entstehen. Formulare für Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe sowie einen Kostenrechner finden Sie unter Downloads und Links.

Fragen

Häufige Fragen zum Zivil- und Nachbarrecht

Mein Nachbar lärmt ständig, was kann ich tun?
Halten Sie zunächst fest, wann und wie lange gestört wird. Ohne diese Aufzeichnung ist eine Auseinandersetzung schwer zu führen. Danach ist zu prüfen, ob die Störung wesentlich und am Ort unüblich ist. Erst dann besteht ein Abwehranspruch.
Darf ich Äste abschneiden, die zu mir herüberragen?
In aller Regel ja, wenn Sie der Nachbarseite zuvor eine angemessene Frist gesetzt haben und diese ungenutzt verstreicht. Wer ohne Frist schneidet, haftet für den Schaden am Baum.
Wann verjährt meine Forderung?
Die regelmäßige Frist beträgt drei Jahre und beginnt am Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und Sie von den Umständen erfahren haben. Für andere Ansprüche gelten abweichende Fristen.
Lohnt sich ein Mahnbescheid?
Häufig ja. Er ist schnell, kostet wenig und hemmt die Verjährung. Widerspricht die Gegenseite, geht das Verfahren in ein normales Gerichtsverfahren über.
Muss ich vor der Klage zur Schlichtung?
In einigen Ländern und für bestimmte Streitigkeiten, etwa im Nachbarrecht und bei geringen Beträgen, ist ein Schlichtungsversuch vorgeschrieben. Ob das für Ihren Fall gilt, prüfe ich vorab.
Was bringt Mediation gegenüber einem Urteil?
Ein Urteil entscheidet den Streit, beendet aber selten die Beziehung. Wo Menschen weiter nebeneinander wohnen oder arbeiten, trägt eine selbst gefundene Lösung meist länger.
KontaktLage einschätzen lassen

Schildern Sie mir den Fall und schicken Sie mir die Unterlagen. Ich sage Ihnen, was Ihr Anspruch wert ist und welcher Weg sich lohnt.

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